Monat: Juni 2014

WM Grillen – Bacon Bomb, Chicken Wings & Spare Ribs

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Was für ein Abend! Alle drei Spiele über Beamer auf einer Leinwand, Spanien vorzeitig ausgeschieden und dabei den Smoker bestückt und lecker gegessen. Heute gab es neben den allseits bekannten Ribs und Chicken Wings auch noch die sogenannte Bacon Bomb (oder auch Bacon Explosion genannt) und dazu noch ein paar würzige Paprikaschoten gefüllt mit Cheddar und umwickelt mit Bacon. Leider habnen wir kein vernünftiges Bild vom Anschnitt, jeder wollte die Bombs einfach nur noch essen 😉

Bacon Bomb

Von den Bombs habe ich zwei Varianten gemacht:

Klassische Bacon Bomb

Zutaten:

  • 2 kg gemischtes Hackfleisch
  • 3-4 EL Midnight Powder Rub
  • 1 kl. Dose Mais
  • 1 Paprika
  • 200 gr Streukäse (ich habe gemischt: Emmentaler und Gouda)
  • ca. 30 Scheiben Bacon
  • BBQ Soße

Bacon Explosion Hawaii

Zutaten:

  • 2 kg gemischtes Hackfleisch
  • 3-4 EL Red Pepper Rub
  • 10-15  Scheibchen eingelegte oder frische Jalapenos oder Habaneros
  • Ananas in Stückchen
  • 2 Champignons
  • 200 gr Streukäse (ich habe gemischt: Emmentaler und Gouda)
  • ca. 30 Scheiben Bacon
  • BBQ Soße

Zubereitung:

Beide Variationen werden gleich vorbereitet, nur in der Füllung unterscheiden sie sich. Zunächst wird ein Bacon Netz gelegt. Hört sich kompliziert an, ist aber relativ einfach. Ein sehr gutes Video ist z.B. das hier von Tobias:

Sobald das Netz fertig ist, breitet man das Hackfleisch gleichmäßig darauf aus. Beachtet, dass man auf jeder Seite rund einen Zentimeter Platz lässt, damit man die Bombe später gut zusammenwickeln kann.

Anschließend belegt man das Hack mit den Zutaten (nicht zu viel, ansonsten gibt es Probleme beim zusammenrollen). Zum Schluß mit Käse bestreuen und mit BBQ Soße beträufeln. Dann kann man die Bombe zusammenrollen und auf dem Grill platzieren. Idealerweise bei mittlerer indirekten Hitze.

Zwischendurch darf die Bombe gerne noch mit BBQ Soße „lackiert“ werden – das gibt dem Braten eine leckere Kruste.

Bei einer Kerntemperatur von ca. 72°-75° ist das Hackfleisch durch und die Bombe kann gegessen werden – um es mit den Worten meines Freundes „Dante“ zu beschreiben… Ü wie überragend!

Dazwischen gab es auch noch leckere Paprikaschoten mit Cheddarkäse als Füllung. Die gehen ganz einfach: kleine Paprikaschoten oder Jalapenos aushöhlen, mit Käse füllen, Bacon drum herum und mit einem Zahnstocher fixieren. Und dann ab auf den Grill (indirekt). Fertig sind sie, sobald der Speck knusprig ist.

Käsepaprika

Guten Appetit!

 

 

 

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WM Special: Endlich waren wir mal dran

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Endlich – das WM Turnier in Brasilien läuft schon seit Ewigkeiten und seit gestern sind wir auch Teil davon. Die deutsche Nationalmannschaft überzeugte gestern mit einem souveränen Match gegen harmlose und erschreckend schwache Portugiesen.

Jedoch darf dieses Spiel nicht der Maßstab für die Spiele die kommen sein. Portugal hat es uns leicht gemacht und der Champion’s League Sieger Pepe zeigte sein hitziges Gemüt, in dem er Müller zum Kopfstoß provozierte und gerade deshalb richtigerweise die rote Karte erhielt. Wäre ich Trainer der Portugiesen, ich würde ihn nie wieder nominieren.

Zum Spiel selbst: Thomas Müller machte seinem Nachnamen alle Ehre und versenkte drei Dinger wie einst sein Namensvetter. Wobei man den Elfmeter für uns durchaus diskutieren kann. Klar ist, dass Mario Götze mehrfach leicht gestört und berührt wird, aber er fällt dann doch sehr spektakulär und der Schiri pfeift. Jedoch scheint es, die Schiris sind angehalten, jeglichen Kontakt im Strafraum zu ahnden und somit sollte ein Abwehrspieler auch ein bißchen vorsichtiger zu werke gehen. Auch Dartagnan alias Mats Hummels durfte sich in die Torschützenliste mit einem tollen Kopfball einreihen. Das gefühlte erste Tor nach einer Standardsituation nach der Ära Michael Ballack.

War die erste Halbzeit zu Beginn mit Spannung und zum Ende mit Toren gefüllt, gab es in der zweiten Halbzeit nur noch wenige Höhepunkte. Deutschland wollte nicht mehr und Portugal konnte nicht mehr. Beides verständlich.

Beste Spieler neben Thomas Müller waren für mich Toni Kroos, der fast jeden Ball an den Mann brachte und Jerome Boateng, der den Linksaußen der Portugiesen (keine Ahnung, wie der nochmal hieß) blaß aussehen ließ.

Jetzt gilt es, die Form zu konservieren und die gleiche Leistung beim Spiel gegen Ghana abzurufen. Meiner Meinung nach ist das das schwerere Spiel, da die Ghanaer a) gewinnen müssen und b) körperlich robuster sind als die Portugiesen und damit taten wir uns immer relativ schwer.

Hoffen wir das Beste für unser Team!

Bis dann!

WM Special: Eröffnungsspiel Brasilien – Kroatien

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Da ich nicht nur leidenschaftlicher Griller bin, sondern auch leidenschaftlicher Fußballer, möchte ich meine bescheidene Meinung auch auf meinem Blog teilen und ab und zu einen Kommentar zu vergangenen Spielen schreiben.

Gestern saßen wir gemütlich bei einem AH-Kollegen und haben bei kühlem Bier und leckeren Steaks (der Grill darf auch hier nicht fehlen) und schauten das Eröffnungsspiel der WM zwischen Brasilien und Kroatien. Gleich zu Beginn entwickelte sich ein tolles Fußballspiel. Die Kroaten spielten frech und deckten die Abwehrschwächen der Brasilianer schonungslos auf.

Ich möchte aber hier nicht weiter auf den Spielverlauf eingehen, sondern eher Themen ansprechen, die mehr oder weniger direkt mit dem Spielgeschehen zu tun hatten. Das Spiel endete 3:1 – verdient, aber mit einem leichten „Geschmäckle“, da Fred Feuerstein wohl von der heimatlichen Erdanziehungskraft so überrascht wurde, dass er zu Boden sank, als hätte ihm Uli Borowka das Schienbein zur Sichel getreten. Und der Schriedsrichter fiel drauf rein – und da wären wir beim Thema: die Schiris bei der WM.

Ich bin nicht derjenige, der auf den Leistung einzelner Schiedsrichter herumreitet, ich weiß, dass das nicht alles so einfach ist. Aber kann man bei einer Weltmeisterschaft, bei der die besten Mannschaften der Welt gegeneinander spielen, nicht auch die besten Schiedsrichter pfeifen lassen? Nichts gegen Yuichi Nishimura – er ist in Japan bestimmt einer der besten, doch leider ist der Fußball der J-League nicht vergleichbar mit den europäischen Top-Ligen, in denen die meisten der Spieler dieser WM spielen (zumindest bei den Top Nationen). Warum dürfen die Ligen aus Deutschland, Spanien, England, Italien, Frankreich und meinetwegen auch noch Portugal nur so einen Schiri stellen? Auch hier sollte es eine Qualifikation geben. Natürlich braucht man auch Schiedsrichter aus nicht-europäischen Ländern, darum geht es hier gar nicht, aber ich hoffe doch nicht, dass bei einem möglichen Achtelfinale zwischen Brasilien und den Niederlanden ein Schiedsrichter aus Usbekistan oder Gambia eingeteilt wird, die dann eventuell unfreiwillig in den Mittelpunkt rücken. Naja, die FIFA hat das bestimmt bedacht…

Genug gemosert – jetzt möchte ich noch kurz auf die neue Aufgabe der Schiris eingehen – Graffitti als Mittel gegen die Schummler in der Mauer. Ich finde das richtig gut, dass dann die Mauer nicht wie in vielen Spielen nach vorne „tippelt“ und so den Abstand zum Ball verkürzt. Es ist zwar etwas gewöhungsbedürftig aber vielleicht fällt dadurch ja das ein oder andere Tor mehr! Außerdem wird es wohl keine unnötige gelbe Karten für Spieler in der Mauer geben – und wenn, dann haben sie die Karte sich redlich verdient.

So, das war gestern ein turbulenter Auftakt einer hoffentlich spektakulären und erfolgreichen WM…

Schweinenacken – Low & Slow

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Am Geburtstag meiner Frau durfte ich für ihre Gäste leckeren Schweinenacken low & slow im Smoker zubereiten. Das ganze erinnerte schon an Pulled Pork, jedoch nahm ich die Nacken schon weit vorher vom Grill und schnitt sie in Scheiben. Ich muss sagen: Äußerst lecker – seht her:

Nacken_Anschnitt

Doch nun der Reihe nach. Am Vorabend habe ich die Nacken mit Senf eingepinselt und mit meinem Midnight Powder bestreut. Der Rub besteht aus:

  • 5 TL Paprika edelsüß
  • 5 TL brauner Zucker
  • 3 TL Salz
  • 2 ½ TL Knoblauch
  • 2 TL Ingwer
  • 1 TL Pfeffer (geschrotet)
  • 1 TL Chili Pulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Zwiebelpulver

Über Nacht in Frischhaltefolie gepackt und am nächsten Tag bei 110° auf den Smoker. Was ganz wichtig ist (und ich vergessen habe): Nehmt das Fleisch rechtzeitig aus der Kühlung, sodass es Zimmertemperatur erreichen kann, bevor gegrillt wird. Ich hatte das nämlich vergessen und startete bei geschmeidigen 5° im Kern. Es dauerte bestimmt eine Stunde (geschätzt), bis die Nacken im Smoker auf diese Temperatur kamen – das hätte ich mir sparen können, bzw. hätten dann zwei weitere Personen mitessen können, die aber vorzeitig gehen mussten 😉

Nacken_Smoker

Nun denn – die Nacken müssen dann bis zu einer Kerntemperatur von 72 – 75° im Smoker bleiben. Zum Ende hin habe ich sie noch mit einer BBQ Soße bestrichen.

Beer-Butt-Chicken: Bierhühnchen vom Kugelgrill

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Vor kurzem gab es bei uns ganzes Hähnchen vom Kugelgrill. Verdammt lecker war es…

BBC_auf-dem-Grill

Das schöne an diesem Gericht ist, dass es super einfach zuzubereiten ist. Für das Beer-Butt-Chicken Rezept (BBC oder auch BCC – Beer-Can-Chicken) brauchen wir:

  • ein ganzes Hähnchen ohne Innereien (ansonsten müssen die noch vorher raus)
  • 2 EL Öl
  • etwas Kid’s Chicken Rub:
    4 TL Paprika edelsüß
    2 TL Salz
    1 TL Pfeffer (geschrotet)
    1 TL Zwiebelpulver
    1 TL Currypulver (scharf)
    1 TL Thymian
    1 TL Oregano
    1 TL weißer Zucker

Erst mal muss der Vogel von innen und außen unter fließendem Wasser abgewaschen und gut getrocknet werden. Der Gockel wird anschließend innen und außen mit meinem Kid’s Chicken Rub eingerieben. Danach wird er entweder auf einen Hühnchenhalter gesteckt, die mit Bier gefüllt wird, oder direkt auf eine geöffnete Bierdose.

So sieht es dann aus:

BBC_Roh

Nun wird der Grill für das indirekte Grillen bei mittlerer Hitze vorbereitet. Die Kohle kommt rechts und links an den Rand. Bei ca. 180 Grad sollte das Hähnchen ca. 1 Stunde gegrillt werden. Alle 20 Minuten das BBC um 90° drehen, damit nicht die Seiten verbrennen. Kurz vor Ende der Garzeit (ca. 15 Minuten) bestreiche ich das Hähnchen nochmal mit einer Mischung aus 2 EL Öl und 1-2 EL Kid’s Chicken Rub.

Das Hähnchen sollte am Schenkel eine Kerntemperatur von ca. 75-80 Grad haben – dann ist es fertig! Das Hähnchen nun noch mit einer Geflügelschere oder Tranchiermesser zerteilen et voilà…

Bon Appetit!