Schweinekamm

Schweinenacken – Low & Slow

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Am Geburtstag meiner Frau durfte ich für ihre Gäste leckeren Schweinenacken low & slow im Smoker zubereiten. Das ganze erinnerte schon an Pulled Pork, jedoch nahm ich die Nacken schon weit vorher vom Grill und schnitt sie in Scheiben. Ich muss sagen: Äußerst lecker – seht her:

Nacken_Anschnitt

Doch nun der Reihe nach. Am Vorabend habe ich die Nacken mit Senf eingepinselt und mit meinem Midnight Powder bestreut. Der Rub besteht aus:

  • 5 TL Paprika edelsüß
  • 5 TL brauner Zucker
  • 3 TL Salz
  • 2 ½ TL Knoblauch
  • 2 TL Ingwer
  • 1 TL Pfeffer (geschrotet)
  • 1 TL Chili Pulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Zwiebelpulver

Über Nacht in Frischhaltefolie gepackt und am nächsten Tag bei 110° auf den Smoker. Was ganz wichtig ist (und ich vergessen habe): Nehmt das Fleisch rechtzeitig aus der Kühlung, sodass es Zimmertemperatur erreichen kann, bevor gegrillt wird. Ich hatte das nämlich vergessen und startete bei geschmeidigen 5° im Kern. Es dauerte bestimmt eine Stunde (geschätzt), bis die Nacken im Smoker auf diese Temperatur kamen – das hätte ich mir sparen können, bzw. hätten dann zwei weitere Personen mitessen können, die aber vorzeitig gehen mussten 😉

Nacken_Smoker

Nun denn – die Nacken müssen dann bis zu einer Kerntemperatur von 72 – 75° im Smoker bleiben. Zum Ende hin habe ich sie noch mit einer BBQ Soße bestrichen.

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Pulled Pork – oder: Wie ich mir sonst die Zeit vertreiben kann

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Für viele Hobby-Pitmaster ist Pulled Pork das Highlight eines Barbecues. Und auch am Test Wochenende für die Weinzeitung war es das mit Spannung erwartete Gericht. Dabei ist es relativ simpel. Man nehme: einen Schweinenacken (in manchen Regionen auch als Schweinekamm bezeichnet) und würzt ihn am Tag zuvor. Am BBQ-Tag legt man ihn dann relativ frühzeitig auf den Grill/Smoker bei einer niedrigen Temperatur (ca. 110-130 Grad) und wartet bis er ca. 90-95 Grad Kerntemperatur erreicht hat. Zwischendurch kann man den Nacken mit einer leckeren BBQ Sauce bestreichen. Anschließend mit zwei Gabeln zerreißen (daher „Pulled Pork“) und servieren, zumeist als Burger mit Krautsalat und BBQ Sauce. Pretty easy…

Und jetzt alles langsam zum Mitschreiben (komische Redewendung in einem Blog ;-)). Als Rub kam hier für mich nur „Magic Dust“ in Frage.

Hierzu braucht man:

  • 4 TL Paprika edelsüß
  • 6 TL brauner Zucker
  • 6 TL weißer Zucker
  • 4 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer (geschrotet)
  • 1 TL Rosmarin
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Ingwer

Alles schön zusammenmischen und dann das gute Stück Fleisch damit einreiben. Zuvor habe ich das Fleisch natürlich abgewaschen, abgetrocknet und mit Senf bestrichen (damit der Rub besser am Fleisch bleibt). Anschließend wird das Ganze in Frischhaltefolie verpackt und über Nacht im Kühlschrank gelassen.

Am nächsten Morgen habe ich schlaftrunken so gegen 7 Uhr morgens den Smoker auf Temperatur gebracht und auf ca. 120 Grad eingeregelt. Dann kam der Schweinenacken mit einem Thermometer versehen drauf.

Pulled Pork roh

Als die Kerntemperatur von ca 92 Grad erreicht wurde nahm ich den Schweinenacken heraus und „pullte“ ihn:

Pulled Pork

Als alles schön faserig und klein war kam etwas Fleisch auf einen Tortillafladen, dazu Cole Slaw und BBQ Sauce.

Tortilla Pulled Pork

Ein Gedicht! Das sollte man mal probieren und keine Angst – es ist einfacher wie es sich anhört.

Guten Appetit!