Rubs & Marinaden

Chimichurri: leckere pikante Soße fürs Fleisch

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Vor kurzem bin ich im Internet über ein Rezept gestolpert, welches ich unbedingt probieren musste: Chimichurri. Chimichurri ist eine Paste oder Soße aus Argentinien und wird dort hauptsächlich zu Rindfleisch gegessen. Aber auch als Marinade für Schweinesteaks oder Hühnchen ist sie zu gebrauchen.

Chimichurri besteht hauptsächlich aus Petersilie, diese wird mit weiteren Zutaten im Mörser zerstoßen und dann mit Öl und weißem Balsmico-Essig aufgefüllt und zur Paste verrührt. In mein Chimichurri habe ich rein:

  • 2 Bund glatte Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Schalottenzwiebeln
  • 1-2 frische Chilli
  • 1 EL Thymian
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Salz
  • 1 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 EL weißer Balsamico oder auch Weißwein-Essig
  • 3-4 EL Sonnenblumenöl

Chimichurri-Zutaten

Zuerst müsst ihr den Knoblauch, die Chilli & die Zwiebeln klein schneiden und zusammen mit den „trockenen“ Zutaten im Mörser gründlich zerstoßen.

Dann kommt die Petersilie hinzu – hier kräftig mit den Stößel die Petersilie zerdrücken und zerstampfen, damit die Säfte austreten.

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Das ganze dann mit dem Essig und dem Öl vermengen und in ein Einmachglas geben, welches man dann noch mit Öl auffüllt.

Chimichurri - Glas

Das Glas im Kühlschrank unbedingt einige Tage ziehen lassen – „frisches“ Chimichurri schmeckt nicht so gut, wie gut durchgezogenes (mind. 2 Tage, besser 2 Wochen).

Meiner Meinung nach eine sehr schöne  und vor allem erfrischende Paste bzw. Soße für Steaks. Lecker!
Viel Spaß beim Nach“mörsern“!

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Chicken Wings nach Cajun Art

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Liebe Grillgemeinde,

ich habe gestern spontan Chicken Wings gekauft und die kamen bei mir auf den Grill – und wie.

Aber zunächst wurde ich daran erinnert, dass Baumarktgrillkohle nichts, aber auch gar nichts taugt. Es kam mehr Staub und kleine Stücke als Briketts, sodass mein Anzündkamin so verstopft war, dass er nicht richtig funktionierte. Ergo: nie wieder diesen Billigdreck aus dem Toom-Baumarkt.

So – aber jetzt zu den Wings – ich habe sie nach Cajun Art gewürzt. Ich übernehme mal Wikipedia, um zu erklären, worum es sich hier handelt:

„Die Cajun-Küche ist die Küche der französischstämmigen Einwanderer im US-Bundesstaat Louisiana, den Cajuns. Es handelt sich hierbei um eine eher einfache und rustikale Küche aus lokal verfügbaren Zutaten. Eng verwandt mit der Cajun-Küche ist die kreolische Küche Louisianas, die einem etwas gehobeneren Kochstil entspricht, der sich in den Städten mit Schwerpunkt in New Orleans entwickelte.

Heute haben sich die Küchentraditionen in Louisiana stark miteinander vermischt, aber ursprünglich gab es die Cajun-Küche nur im Cajun Country, die kreolische Küche in New Orleans und im Norden Louisianas die traditionelle Südstaatenküche.“

So – jetzt wisst ihr, wo es herkommt. Und das besondere Highlight nach der Cajun Art zu würzen, ist die angenehme Schärfe, die die Speisen bekommen. Deshalb habe ich folgenden Cajun Rub auf die Hähnchenteile gestreut (vorher mit Sonnenblumenöl bestrichen) – das Rezept stammt von einem bekannten Texaner aus dem Schwarzwald ;-):

  • 2 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL weißer Pffeffer
  • 2 TL Thymian
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Cayenne Pfeffer
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL frisch gestoßene Senf Körner

Mit dieser Gewürzmischung vorsichtig umgehen, sie ist richtig schön scharf! Für Kinder eher nicht geeignet

Die Chicken Wings wurden dann indirekt bei ca. 180 Grad ca. 45 Minuten gegrillt. Und hier das Grillbild (Cajun-Chicken Wings sind oben auf dem Grill).

Chicken_Cajun_Grill

Weiterhin fanden auf dem Grill platz: Chicken Wings für meinen Sohn (mit dem Kids-Chicken Rub), Hackfleischbällchen (auch mit dem Kids-Chicken Rub gewürzt) und ein Kartoffel-Schafskäse-Auflauf gewürzt mit Knoblauch, Pfeffer und Muskatnuss.

Sehr lecker! Und wer es nicht ganz so scharf mag, sollte die Menge Cayenne Pfeffer reduzieren – denn der Geschmack ist einmalig!

Guten Appetit!

 

Steak-Marinaden selbst gemacht – Geschmack ohne Geschmacksverstärker

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So langsam beginnt die Grillsaison – es wird gemütlich draußen und viele bevorzugen auch das Kochen im Freien – sprich: sie grillen.
Voreingelegtes Fleisch vom Metzger oder gar vom Discounter (sogenannte Neon-Steaks) ist immer noch das, was am meisten auf den Grill kommt – es geht jedoch viel besser. Das Fleisch selbst marinieren ist kein Hexenwerk und es schmeckt gleich um ein Vielfaches besser und das ganze ohne Geschmacksverstärker.

Um das Fleisch individuell zu würzen braucht man natürlich naturbelassenes Fleisch. Das hat den Vorteil, dass man genau sieht, was man kauft. Sobald das Fleisch mariniert in der Auslage liegt, habe ich keinen Einblick mehr darauf, wie das Grillgut ausschaut.

Selbst eine Marinade erstellen, bzw. eine Gewürzmischung ist eigentlich nicht schwer, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.

  1. Die Marinade darf ruhig kräftig sein. Denkt dran, dass der Geschmack der Marinade sich mit dem Fleisch verbindet. D.h. sie verliert an Geschmack, nachdem das Steak gegrillt ist. Deshalb lieber einen Tick schärfer würzen, damit das Steak einen ordentlichen Geschmack bekommt.
  2. Das Fleisch vor dem Grillen vom Großteil der Marinade befreien. Um zu verhindern, dass Öl in die heiße Glut oder auf den Gasbrenner tropft, einfach das Steak kurz trocken tupfen.
  3. Auf Kurzgegrilltes nur Marinaden/Gewürzmischungen mit wenig, besser ohne Zucker verwenden – Zucker verbrennt bei hoher Temperatur sehr schnell und wird schwarz.
  4. Erlaubt ist, was schmeckt

Und nun möchte ich euch ein paar von meinen Gewürzmischungen zeigen. Jeweils 1-2 EL Gewürzmischung auf 2 EL Speiseöl ergibt eine leckere Marinade:

Asian Nights
Eine eher asiatisch angehauchte fruchtig scharfe Gewürzmischung – passt ideal zu Geflügel:

  • 2 EL Curry
  • 1 EL Meersalz
  • 1 EL Curry scharf
  • 1 TL Zwiebel Pulver
  • 1 TL grober schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Knoblauch
  • 1 TL Ingwer
  • 1 TL Zitronengras
  • 1 TL Rosmarin

Sombrero Olé!
Würzig scharfes mexikanisches Mischrezept – passt auf alle Fleischsorten:

  • 2 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL Meersalz
  • 1 EL Chili Flocken
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL Chili Pulver
  • 1 TL Pfeffer – schwarz
  • 1/2 TL Zucker – braun
  • 1/2 TL Rosmarin
  • 1/2 TL Knoblauch
  • 1/2 TL Piment

Weitere Gewürzmischungen findet ihr hier.

Guten Appetit!

Vampire’s Death und Red Pepper – Marinaden einfach selbst gemacht

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Wer kennt es nicht? Pünktlich zur Grillzeit liegen beim Metzger oder eingeschweißt im Supermarkt fix und fertig marinierte Schweinerücken- und Nackensteaks sowie Putensteaks in der Auslage. Nun ja – ich will niemandem etwas unterstellen aber meine Erfahrung ist, dass doch irgendwie alles gleich schmeckt. Egal ob ich das Paprikasteak vom Metzger A, B oder C oder vom Supermarkt nehme – sie schmecken alle gleich. Zumindest kam mir noch kein Stück Fleisch auf den Teller, bei dem ich gesagt hatte: „Wow, ab sofort nur noch diese eingelegten Schweinesteaks von diesem Metzger/Supermarkt!“. Also alles ganz passabel, aber nicht der absolute Reißer.

Deshalb dachte ich mir, warum nicht eigentlich die Marinade selbst herstellen. Dann weiß ich a) was genau drin ist und b) wie das Fleisch darunter mal ausgesehen hat! Dann fangen wir mal mit klassischen Gewürzmischungen – Paprika und Knoblauch. Das passt zu allem – Putensteaks, Schweinesteaks, Lamm. Sogar Hähnchenkeulen würde ich mit dem Paprika Rub marinieren.

Das Marinieren ist an sich ganz einfach: ca. 1 EL Gewürzmischung und 2 EL hocherhitzbares Öl (z.B. Sonnenblumenöl) zusammenrühren und die Steaks damit gut einreiben – anschließend über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen (die Steaks nicht darin baden lassen, ansonstem müsste man die Marinade vor dem Grillen etwas entfernen, damit es nicht in die Glut tropft).

Beginnen wir mit der Paprika Gewürzmischung – ich nenne sie Red Pepper. Da kommt rein:

  • 3 EL Paprika süß
  • 2 EL Meersalz
  • 1 EL Paprika rosenscharf
  • 1 EL geschroteter Pfeffer (oder 1 TL gemahlener)
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 2 TL Thymian
  • 2 TL Zwiebelgranulat
  • 2 TL Knoblauch
  • 2 TL Chilli Pulver
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL Zucker

RedPepper

Das ganze in einer Schüssel gut vermengen und fertig ist die Gewürzmischung.

Die zweite Gewürzmischung würde in der Zeit des Grafen Dracula bei der Bevölkerung Transsylvaniens für Aufsehen sorgen – eine Knobi-Mischung, die ich Vampire’s Death getauft habe:

  • 3 EL Knoblauchgranulat
  • 2 EL Meersalz
  • 2 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL weißer Pfeffer (gemahlen)
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 4 TL Thymian
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Chilli Pulver

Vampires_Death

Lasst es euch schmecken!

 

 

Neue Rub Rezepte

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Endlich kam ich mal dazu, neue Rubs zu „entwerfen“, bzw. sie zu testen. Ich habe mich an zwei verschiedene Rubs gemacht: der Red-Hot-Reddinger Rub – ein süßlich scharfer Rub angelehnt an den Magic Dust Rub – nur halt etwas schärfer. Und zum zweiten habe ich ein Rub zusammengemischt, den ich für Hühnchen nehmen werde (entweder als Rub oder vermischt mit Öl als Marinade) – diesen nenne ich Kid’s Chicken Rub. Und hier die Rezepte:

Red-Hot-Reddinger Rub:

  • 5 TL Paprika edelsüß
  • 3 TL brauner Zucker
  • 3 TL weißer Zucker
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Pfeffer (geschrotet)
  • 2 TL Cayenne Pfeffer
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Chilli Flocken
  • 1 TL Ingwer

Kid’s Chicken Rub

  • 4 TL Paprika edelsüß
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer (geschrotet)
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Currypulver (scharf)
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL weißer Zucker

Leider konnte ich es noch nicht am Fleisch testen, aber die Rubs schmeckten auch so sehr gut – meine Kleinste hätte am liebsten den Rub mit dem Löffel gefuttert 😉

Viel Spaß beim Ausprobieren!