Monat: April 2014

Armadillo Eggs – Gürteltier-Eier

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Was? Spinnt er jetzt? Gürteltier Eier? Die bekommt man doch nicht im Laden nebenan!!! Ganz ruhig – natürlich nehme ich den Gürteltieren nicht ihre Eier weg – wie denn auch, es sind nämlich Säugetiere. Der Name dieses aus den USA kommenden Gerichts stammt von der Form ab. Das Ei ist schlicht gesagt eine gefüllte Hackfleisch-Bulette. Die Bulette sieht aus wie ein Gürteltier, wenn es sich bei Gefahr zusammenrollt, daher der Name. Doch was ist da alles drin und wie bereite ich es zu?

Gaaaanz einfach. Die Füllung besteht ganz simpel aus einer Jalapeno-Schote, die wiederum mit Käse gefüllt ist. Drum herum wird das Hackfleisch geknetet und darum wiederum kommt Bacon oder auf deutsch Frühstücksspeck.

Aber der Reihe nach. Zunächst bereitet man die Jalapenos vor (wer keine Jalapenos bekommt, kann auch Habaneros nehmen – aber vorsicht, die sind richtig scharf). Köpfen, aushöhlen und dann mit Käse (in meinem Fall Cheddar) stopfen:

Jalapenos_gefüllt

Anschließend nimmt man ca. 170 Gramm gemischtes Hackfleisch, welches mit einem BBQ Rub gewürzt ist (z.B. den Red-Hot Reddinger Rub), drückt es platt und legt eine gefüllte Jalapeno drauf.

Armadillo_Egg_Flach

Danach einfach zu einem Ei formen und Speck drum herum wickeln.

Armadillo_Egg_Bacon

Die Eier dann für ca. 1 Stunde auf den Grill bei mittlerer indirekten Hitze grillen. Am Besten die Kerntemperatur messen. Nach einer halben Stunde das ganze mit einer leckeren BBQ Soße bestreichen – bei ca. 70 Grad Kerntemperatur ist das Essen dann fertig.  Und ich kann euch sagen: verdammt lecker schmeckt das!

Seht her:

Armadillo_Egg_Fertig2

Dazu ein leckeres Weizenbier!

Weizen

Viel Spaß beim Nachgrillen!

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Vampire’s Death und Red Pepper – Marinaden einfach selbst gemacht

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Wer kennt es nicht? Pünktlich zur Grillzeit liegen beim Metzger oder eingeschweißt im Supermarkt fix und fertig marinierte Schweinerücken- und Nackensteaks sowie Putensteaks in der Auslage. Nun ja – ich will niemandem etwas unterstellen aber meine Erfahrung ist, dass doch irgendwie alles gleich schmeckt. Egal ob ich das Paprikasteak vom Metzger A, B oder C oder vom Supermarkt nehme – sie schmecken alle gleich. Zumindest kam mir noch kein Stück Fleisch auf den Teller, bei dem ich gesagt hatte: „Wow, ab sofort nur noch diese eingelegten Schweinesteaks von diesem Metzger/Supermarkt!“. Also alles ganz passabel, aber nicht der absolute Reißer.

Deshalb dachte ich mir, warum nicht eigentlich die Marinade selbst herstellen. Dann weiß ich a) was genau drin ist und b) wie das Fleisch darunter mal ausgesehen hat! Dann fangen wir mal mit klassischen Gewürzmischungen – Paprika und Knoblauch. Das passt zu allem – Putensteaks, Schweinesteaks, Lamm. Sogar Hähnchenkeulen würde ich mit dem Paprika Rub marinieren.

Das Marinieren ist an sich ganz einfach: ca. 1 EL Gewürzmischung und 2 EL hocherhitzbares Öl (z.B. Sonnenblumenöl) zusammenrühren und die Steaks damit gut einreiben – anschließend über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen (die Steaks nicht darin baden lassen, ansonstem müsste man die Marinade vor dem Grillen etwas entfernen, damit es nicht in die Glut tropft).

Beginnen wir mit der Paprika Gewürzmischung – ich nenne sie Red Pepper. Da kommt rein:

  • 3 EL Paprika süß
  • 2 EL Meersalz
  • 1 EL Paprika rosenscharf
  • 1 EL geschroteter Pfeffer (oder 1 TL gemahlener)
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 2 TL Thymian
  • 2 TL Zwiebelgranulat
  • 2 TL Knoblauch
  • 2 TL Chilli Pulver
  • 1 TL Cumin
  • 1 TL Zucker

RedPepper

Das ganze in einer Schüssel gut vermengen und fertig ist die Gewürzmischung.

Die zweite Gewürzmischung würde in der Zeit des Grafen Dracula bei der Bevölkerung Transsylvaniens für Aufsehen sorgen – eine Knobi-Mischung, die ich Vampire’s Death getauft habe:

  • 3 EL Knoblauchgranulat
  • 2 EL Meersalz
  • 2 EL Zwiebelpulver
  • 1 EL weißer Pfeffer (gemahlen)
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 4 TL Thymian
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Chilli Pulver

Vampires_Death

Lasst es euch schmecken!

 

 

Kirsch-Currysauce für die Oster-Wurst

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Der Osterhase kommt, meine Schwiegermutter, meine Schwägerin und ihre Familie auch! Da bietet sich doch ein geschmeidiges Grillen an. Ganz unspektakulär – Steaks und Würstchen… naja – so ganz unspektakulär wird es wohl doch nicht. Ich habe zum Kurzgegrillten eine leckere Kirsch-Curry-Soße gemacht – die darf ich euch nicht vorenthalten.

Auch wenn so manche Zutaten auf euch komisch wirken, es schmeckt gigantomanisch!!!

Ihr braucht:

  • 1 großes Glas Schattenmorellen (gesüßt)
  • 500 ml Cherry Coke
  • 500 gr. Ketchup
  • 2 EL midles Curry
  • 1 EL scharfes Curry (wenn ihr mehr „Dampf“ haben wollt, einfach die Mischung zwischen mild und scharf drehen, oder mischt Chilli-Pulver mit rein)
  • 1/2 EL Salz
  • 1/2 EL Pfeffer geschrotet
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Schuß Worcestersauce (nicht auf dem Bild – kam beim Abschmecken noch dazu)

Zutaten

Zunächst die Kirschen und das Coke rund 45 Minuten lang köcheln lassen, bis so ca. nur noch ein Drittel der ursprünglichen Flüssigkeit vorhanden ist. Dann die Kirschen mit einem Mixer oder Pürierstab zerkleinern. Achtung! Achtet darauf, dass keine Steine mehr drin sind – die müssen raus!

Danach den Ketchup dazugeben sowie die restlichen Gewürze und das ganze vermischen und nochmal kurz aufkochen. Entweder heiß servieren oder in heiß ausgespülte Einmachgläser und die gefüllten Gläser dann gleich auf den Kopf stellen – dann hält sich die Soße eine Weile… wobei… eigentlich unnötig – die wird schnell verputzt, das garantiere ich euch.

Wichtig ist, dass die Soße dann warm serviert wird, d.h. wenn sie kalt war, einfach nochmal im Topf aufwärmen. Und wenn sie zu dickflüssig ist, verdünnt sie mit Cherry Coke – bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist!

Fertige Soße

Viel Spaß beim Nachkochen!

Burger Policeman Style

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Freunde der Sonne, was soll ich sagen. Seit ich erfahren habe, dass mein Blog auch von Leuten verfolgt wird, die ich nicht kenne, bin ich überglücklich. Und da kam mir die Idee: ich widme diesen Leuten einer bestimmten Berufsgruppe einfach mal ein Gericht – einen Hamburger! Policeman Style!

Nur… was kommt auf einen Burger? Früher hätte man ihn rein mit grünen Zutaten wie z.B. Paprika, Jalapenos, Wasabi etc zubereiten können, um die „Vereinsfarben“ der Polizei hervorzuheben. Nun ist das mit der Farbe blau ein wenig schwierig, wenn man keine Lebensmittelfarbe benutzen möchte. Und dann dachte ich mir – welche Eigenschaften sollte ein Polizist denn haben? (Disclaimer: Folgender Absatz beruht auf Halbwissen, Hollywood Blockbuster und Till Schweiger Tatort Filme – Ähnlichkeiten oder gar Gemeinsamkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt)

Aaaaalso – der Burger muss scharf werden, wie der Scharfsinn, den ein Kommissar braucht, um einen Fall zu lösen. Mächtig muss er sein – ein Polizist „light“ würde es im Berufsleben wohl schwer haben. Süß muss der Burger sein – so süß wie der Sieg über das Verbrechen, welches die Frauen und  Männer in blau bekämpfen.

Was brauchen wir dazu?

Für die Burger Patties (Menge pro Burger):

  • 250 gr. Rinderhackfleisch – (alles darunter gilt als Carpaccio)
  • 2-3 Scheiben Frühstücksspeck
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Chilli Pulver
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Schuß Worcester Soße

Für den Belag:

  • Eisberg Salat
  • 3-4 Zwiebelringe
  • 1 Scheibe Cheddarkäse
  • 1 Scheibe Ananas
  • 2-3 Scheiben eingelegte Jalapenos
  • BBQ Soße (wenn man noch hat, die hier, die passt ganz gut)

Zunächst braten wir den Speck scharf in einer Pfanne an, bis er richtig kross ist – danach wird er einfach zerbröselt (Tipp: ich gebe ihn in einen Gefrierbeutel und walze ein paar mal mit dem Nudelholz drüber).

Krosser Speck
Krosser Speck

Nachdem der Speck abgekühlt ist, wird er zum frischen Hackfleisch dazugemischt (mit frisch meine ich nicht das unter Schutzatmosphäre abgepackte Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka Zeugs. Nicht dass ich was dagegen hätte, aber unser Burger wird medium gebraten und da sollte das Fleisch so frisch sein, wie nur möglich. Also: ab zum Metzger und das reine Rinderhack frisch durch den Wolf drehen lassen), genauso wie der Senf, das Chilli Pulver und die Worcester Soße. Das ganze wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zu Patties geformt. Sie sollten ca. 2 cm dick sein, damit man sie später einfacher medium grillen kann.

Geformter Burger ca. 2 cm dick
Geformter Burger ca. 2 cm dick

Nun die Zwiebelringe rösten. Einfach die Ringe in etwas Mehl wälzen und im heißen Öl ausbacken und beiseite legen. Jetzt sollten die anderen Zutaten „geschnippelt“ werden, sofern nötig.

Fertige Röstzwiebeln auf einem Küchenpapier "entfetten"
Fertige Röstzwiebeln auf einem Küchenpapier „entfetten“

Und jetzt wandern die Burger auf den Grill. Den Grill richtig heiß machen – so zwischen 220 und 260 Grad (nicht vergessen, eine indirekte Zone einzuplanen). Die Burger auf einer Seite ca. 5 Minuten grillen. Dann sollte die Kruste soweit sein, dass der Burger sich leicht vom Grill lösen lässt, und wenden. Nach weiteren 4-5 Minuten den Grill herunterdrehen auf ca. 180-220 Grad (beim Kugelgrill die Luftzufuhr drosseln), den Burger in die indirekte Zone verfrachten und mit der Ananas und dem Käse belegen. Deckel drauf und bis zu einer Kerntemperatur (ja, da nehme ich einen Thermometer) von ca. 60 Grad ziehen lassen.

Burger auf dem Grill
Burger auf dem Grill

Danach die Burger Brötchen noch kurz auf dem Grill rösten und dann den Burger mit dem Fleisch und den restlichen Zutaten belegen! Was soll ich sagen – es war super lecker!!!! Den werde ich mit Sicherheit nochmal grillen!

Verdammt leckerer Burger
Verdammt leckerer Burger

Viel Spaß beim Nachgrillen und guten Appetit!

Und so sah das gute Stück von innen aus...
Und so sah das gute Stück von innen aus…

 

Cheesy-Crust Pizza

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Frei nach Pizza Hut probierte ich am Sonntag auch die käsige Variante des Pizza-Klassikers aus Amerika. Cheesy-Crust! Dazu habe ich einfach am Rand des ausgerollten Pizza Teigs Käse gestreut und zu einem Rand eingeschlagen und fest gedrückt. Das war richtig fein und wird definitiv wiederholt. Denn dadurch wird der Rand nicht so trocken, was bei einer sehr dünnen Pizza leicht passieren kann. Denn der Käse sorgt für die nötige Saftigkeit der Kruste. Das Rezept für den Pizza-Teig und die Pizzaiola gibt es hier.

Natürlich darf der Belag nicht fehlen. Bei mir kam zu Pizzaiola und Käse folgedes auf die Pizza: Salami, Paprika, Jalapenos und Champignons. Richtig lecker – zum Nachahmen geignet 😉

Tipp am Rande: das nächste Mal werde ich mir ein Stück Cheddar in Stifte schneiden – dann geht es einfacher mit dem Umschlagen des Teigs – da es aber eine Spontanaktion war, nahm ich halt den Mozzarella.

Und hier noch einige Bilder von der Pizza! Da bekommt man gleich wieder Hunger.

Pizza-Käsering

Hier lege ich den Käse an den Rand des Pizzateigs.

Pizza-unbelegt-mit-Käse

Dann wird der Teig „umgeschlagen“ und der Käse (mehr oder weniger) versteckt.

 

Pizza-belegt

Nun kommt der Belag auf die Pizza – dran denken. Immer erst Pizzaiola und Käse, dann erst der Belag – sieht einfach schöner aus.

Pizza-fertig-Seite

Und so sieht meine Cheesy Crust Pizza dann schlussendlich aus! Richtig gut hat’s geschmeckt.

Bon Appetit.